Ein weiteres Highlight im Jubiläumsjahr „100 Jahre Gemeinde Glatten“ war am 10. Dezember der Besuch unseres Bezirksapostels Michael Ehrich. Eingeladen waren die Gemeinden Dornstetten, Musbach, Schopfloch; alle anderen Gemeinden des Bezirks Freudenstadt nahmen per Bild- und Tonübertragung teil.
Bezirksapostel Ehrich legte dem Gottesdienst das Textwort aus 1. Mose 24, Vers 58 zugrunde:
„Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Manne ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will es.“
Zu Beginn seiner Predigt sagte der Bezirksapostel bezugnehmend auf die Adventszeit – die Ankunftszeit Jesu und Wartezeit auf die Wiederkunft Jesu - dass unsere Geschwister der Gemeindegründung vor 100 Jahren und auch bereits schon die Jünger Jesu sich nach dem verheißenen, baldigen Wiederkommen des Herrn Jesus sehnten. Die Verheißung der baldigen Wiederkunft habe sich noch nicht erfüllt, Gott habe andere zeitliche Maßstäbe. Die Jünger fragten, was die Zeichen der Wiederkunft Christi sein werden. Diese Frage hatte Jesus nicht konkret beantwortet, aber er sagte: Seid wachsam! Entscheidend sei, dass wir wachsam sind, dass wir Sehnsucht nach der Wiederkunft Christi haben und dann auch bereit sind.
Der Bezirksapostel skizzierte die biblische Geschichte zu Rebekka:
Abraham sandte seinen Knecht aus, um für Isaak eine Frau zu suchen. Der Knecht bat Rebekka am Wasserbrunnen um Wasser. Rebekka gab freiwillig auch seinen Kamelen Wasser. Dass Rebekka freiwillig die anstrengende Arbeit der Kameltränkung machte erbat der Knecht als Zeichen, dass sie die Frau ist, die er seinem Herrn zuführen soll.
Abraham symbolisiert Gott, Isaak symbolisiert Christus. Der Knecht symbolisiert den Heiligen Geist, der ausgeht, um dem Sohn die Braut zuzuführen.
Was gilt es heute zu tun, wenn wir dem Herrn zugeführt werden wollen als die Braut Christi?
Rebekka musste eine lange Reise mit dem Knecht antreten. Alle - die Jünger vor 2000 Jahre, die Gemeinde vor 100 Jahren und wir – warten auf das Wiederkommen Jesu; „machen eine lange Reise“. Bezirksapostel Ehrich zeigte Bedeutungen zu dem damaligen Mitgehen der Rebecca mit dem Knecht Abrahams auf und unserer Reise zu Gott; geführt durch den Heiligen Geist:
So wie Rebekka bereit war alles hinter sich zu lassen sollen auch wir auf nichtige Dinge verzichten, die uns von der Nachfolge Christi abhalten wollen.
Rebekka hatte Vertrauen und ging mit dem Knecht Abrahams auf einen unbekannten Weg.
Der Knecht wird mit dem Heiligen Geist verglichen; diesem Heiligen Geist müssen wir vertrauen, er führt uns zur himmlischen Heimat.
Rebekka hatte entschiedenen Willen, mit dem Knecht mitzugehen.
Die Bereitschaft zur Vergebung ist wichtig; so wie auch Gott uns in Christus vergibt; und zu lieben wie Jesus geliebt hat.
Bereit sein Jesus zu dienen. Das Dienen sei nicht Gutes tun und eine Gegenleistung erwarten, sondern dienen bedeute ernsthaft den heiligen Willen Jesu Christi zu erfüllen.
Auf der Reise können auch Bedrängnisse auszuhalten sein.
So wollen wir das große Ziel der Wiederkunft Jesu erreichen. Gott werde unser ernsthaftes Bemühen sehen und was wir aus eigener Kraft nicht schaffen können, werde er aus Gnade hinzulegen.
Nach dem Vaterunser-Gebet und der Sündenvergebung spendete der Bezirksapostel das Sakrament der Heiligen Versiegelung – zur großen Freude der Gemeinden haben acht Gläubige die Gabe des Heilige Geistes empfangen.