An Karfreitag, 18. Mai 2025, durften die Gemeinden Schopfloch, Dietersweiler, Musbach, Dornstetten und Glatten den Gottesdienst durch Bischof Urs Heiniger erleben.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Matthäus 27, Verse 39-40 zugrunde:
„Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!“
Zu Beginn seines Dienens, ging er auf das Lied der Sänger ein: „Nacht ist´s“, dabei wendete er sich den Kindern zu. Wenn es Nacht, dunkel sei, könne man nicht mehr sehen, dass die Blumen so schön bunt seien, man könne sich außerdem stoßen und auch Angst haben. So sei es gut, wenn wir ein Licht hätten, eine kleine „Taschenlampe“, mit der man leuchten kann. Wenn wir einmal etwas falsch gemacht hätten, etwas, dass unseren Eltern nicht gefällt, dann traue man sich vielleicht nicht, habe Angst, es ihnen zu sagen. Auch Petrus hat Angst gehabt, aus Angst habe er sein Versprechen Jesus gegenüber gebrochen. Angst lässt uns häufig anders verhalten, als wir wollten.
Wir erleben auch mal einen persönlichen Karfreitag. Der liebe Gott geht einen anderen Weg als wir gedacht haben. Denke daran: „unser himmlischer Vater hält über allem seine Hand“. Es gibt Situationen, da denkt man persönlich keine Kraft mehr zu haben. Aber es sind Bruder und Schwester in der Gemeinde, die uns Kraft geben und beistehen. Im Gebet lasst uns einander helfen – „Glaube nur nicht, dass dein Gebet nicht helfen kann!“
Immer wieder wurde im Gottesdienst lebendig, doch ein Licht anzuzünden, ein Licht leuchten zu lassen, nicht im Dunkeln zu bleiben, uns nicht dem Dunkel hinzugeben, sondern das Dunkel zu erhellen und uns auch zu freuen. Nicht im persönlichen Karfreitag stecken zu bleiben. Wir sollen Mut und Hoffnung haben: Es bleibt nicht Karfreitag! Hierbei beleuchtete der Bischof auch, dass Jesus am Karfreitag, die gesamte Last der Sünden auf seinen Schultern trug. Gott war so weit weg. Was hat Jesus getan? Er hat einen Psalm gebetet. Lieber Bruder, liebe Schwester lies einen Psalm in einer starken Bedrängnis – so wie Jesus es getan hat.
Jesus hat alles überwunden, er hat die Nähe zu Gott gehalten. Vertraue auf den himmlischen Vater, lasst uns ganz nahe bei Jesus sein. Dann erleben wir die Liebe und den Trost bis er wiederkommt.
Der mitdienenden Priester Markus Rauscher stellte die Frage: „Siehst du noch in Farbe? Oder siehst du gerade alles nur noch in schwarz und weiß? Siehst du noch das Schöne, das Lebendige? Ist es gerade vielleicht verloren gegangen, da du gerade deinen persönlichen Karfreitag durchleben musst?“. Priester Rauscher wies darauf hin, dass Karfreitag nicht das Ende bedeutet. Dieser ist sogar notwendig, dass Ostern kommen kann. Am Ende ist alles gut!