Entwidmung der Kirche, Inruhesetzung und Ordination in Erzgrube am 16.05.2024 durch Apostel Schnaufer
Teilnehmende
Apostel Schnaufer, Bezirksämter und Gemeindevorsteher des Bezirks, Amtsträger der Gemeinde Seewald, Gemeinden Seewald und Musbach.
Textwort
(Textwort aus dem Jugendgottesdienst von Bezirksapostel Lambert wenige Tage zuvor in Lörrach)
Psalm 71, 17:
„Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.“
Musik
Orgel mit Gemeindegesang (GB 118, GB 125, GB 188), Gemeindechor Seewald + Musbach, Gemeindeorchester Seewald.
Gottesdienst
Apostel Schnaufer leitete den Gottesdienst direkt mit Bezug zur Entwidmung der Kirche in Erzgrube ein und erwähnte dabei, wie viel hier in dieser Kirche geschehen sei. Es sei wohl keiner hier, der all das weiß was hier getan und erlebt wurde. Mancher habe sein ganzes Glaubensleben in dieser Kirche verbracht, sodass alles im Glauben verbunden sei mit diesem Gotteshaus.
Er empfahl der Gemeinde sich von dem heutigen Ereignis nicht durcheinander bringen zu lassen und den Fokus wie bisher auch weiterhin auf das gemeinsame Ziel zu richten und Jesus Christus in den Vordergrund zu stellen.Heute sollen im Zurückblicken auf die Gemeinde in dieser Kirche Erinnerung und Dankbarkeit sichtbar sein, aber auch Perspektive und Wünsche für die Zukunft.
Die nun spürbare „Aufbruchsstimmung“ soll als Chance wahrgenommen werden, dass sich etwas Neues entwickeln kann. Das Entscheidende ändert sich dadurch nicht: die Wiederkunft Jesu Christi. Die Gemeinde habe nun die Aufgabe aufeinander zuzugehen und jetzt die Zukunft miteinander zu gestalten. Mit Bezug auf die goldene Regel „Tu du zuerst!“, forderte er die Gemeindemitglieder auf jetzt aktiv zu werden und versicherte, dass Gott sich um die Seinen kümmert und niemals mehr von ihnen erwartet als sie können.Ein jedes Mitglied beeinflusse die Stimmung in der Gemeinde und gar ein Händedruck oder ein stilles Gebet könne dies in großer Weise beeinflussen. Ein jeder soll tun, was er kann und den Willen haben, seinen Teil dazu beitragen zu wollen. Die Vielfalt in der Gemeinde sei deren Reichtum.
Apostel Schnaufer überbrachte der Gemeinde Grüße des Bezirksapostels von Südafrika Peter Lambert, bei dem er wenige Tage zuvor sein durfte. In Bezug auf das Textwort aus dessen Gottesdienst beschrieb er, dass es Gott ist, der die Seinen lehrt. Bis heute war es Gott ein Anliegen an ihrer Seite zu sein. So war es bis heute, warum sollte es morgen anders sein? Heute gilt es, die sichtbare Kirche zu gestalten. Der Apostel zitierte dazu das Eingangslied des Gottesdienstes: „Lasst und diese kurze Zeit auf Erden, nutzen für die Ewigkeit.“ Er gab den Rat, man solle sich Zeit nehmen, zu sehen, wie die Wunder Gottes im Leben des Einzelnen ausgesehen haben. Wie oft sei man im Nachhinein froh, dass Gott eine Entscheidung für einen getroffen habe und nicht man selbst. „Je größer Gott in einem ist, desto stärker ist man selbst und jeder kann dies selbst entscheiden.“ Gott helfe den Seinen und möchte dies auch weiterhin tun.
Zum Amtswechsel trug das Gemeindeorchester das Stück „Der Heiland sorgt für dich“ vor. Anschließend diente Priester J. Knoll zum letzten Mal als aktiver Priester vor seiner Inruhesetzung am Altar. Dabei betonte er gegenüber der Gemeinde, wie „reich“ diese doch sei. Sie habe „Reichtum in den Tagen der
Gottentfremdung“. Priester Knoll schloss sein Dienen mit der Bitte „Gott möge bei uns bleiben und uns leiten und führen.“
Das Unser Vater Gebet und das heilige Abendmahl leitete der Apostel mit den Gedanken ein: „Gott möchte uns jetzt helfen.“ Es sei „ein großes Geschenk für den der es annimmt“. Er betonte auch, dass nun dieses letzte heilige Abendmahl in dieser Kirche besondere Augenblicke seien, die die Seele berühren.
Inruhesetzung Priester J. Knoll
Priester J. Knoll wurde in diesem Gottesdienst aus dem aktiven Dienst als Priester durch Apostel Schnaufer befreit. Der Apostel betonte, dass große Dankbarkeit in der Gemeinde vorhanden sei, besonders auch dafür, dass Pr. Knoll aus Liebe zur Gemeinde länger im aktiven Dienst blieb, als er altersbedingt hätte müssen. Der Gemeindevorsteher Pr. Günter beschrieb das Verhältnis zu Pr. Knoll so, dass hier stets „blindes Verständnis“ herrschte.
Pr. Knoll diente 45 Jahre als aktiver Amtsträger. Apostel Schnaufer beschrieb Pr. Knoll, als dass dieser „von Jugend auf in der Ausbildung durch den allmächtigen Gott“ war. Er erwähnte auch, dass die Gemeinde in der Vergangenheit von prägenden traurigen Ereignissen getroffen wurde und Pr. Knoll in dieser Zeit als Amtsträger mitten drinstand. Weiter beschrieb der Apostel die Gesinnung von Pr. Knoll als „Ich bin gesandt vom Herrn und in seinem Sinn und Verstand will ich handeln.“
Apostel Schnaufer dankte Pr. Knoll für dies alles und versetzte ihn in den Ruhestand. Gemeindevorsteher T. Günter dankte ebenfalls und überreichte einen Blumenstrauß.
Ordination Diakon R. Knoll zum Priester
Diakon R. Knoll wurde in diesem Gottesdienst zum Priester für die Gemeinde ordiniert. Apostel Schnaufer beschrieb in der Ansprache zur Ordination, dass dies ein „deutlicher Schritt“ sei. Gott selbst habe dazu gerufen. Amtsträger zu sein sei keine Personalpolitik, es sei heilig. Der Apostel versicherte, dass Gott diejenigen [die seinem Ruf folgen] dazu in seine Hand nimmt.
Entwidmung der Kirche
Abschließend entwidmete Apostel Schnaufer die Kirche in Erzgrube in einem Gebet.